5  Werde Next Level Unternehmer

In den bisherigen Teilen 1–4 sind wir gemeinsam durch die Wachstumsphasen von Unternehmen gegangen. Wir haben uns das Entwicklungsplateau (Niemandsland) sehr genau angesehen und besprochen, welche Rollen Du als Unternehmer einnehmen kannst, um Dein Geschäft und Deine Mannschaft erfolgreich durch die Entwicklungsphasen von Unternehmen zu führen. Du hast von den Wachstumsverhinderern gehört. Erinnerst Du dich noch, welche das waren? Sie sind eng mit den Unternehmeraufgaben verknüpft, um die es in diesem letzten Teil gehen wird. Wenn Du Dein Unternehmen richtig skalieren möchtest, ist es entscheidend, die 7 Aktionsfelder für Next Level Unternehmer zu kennen und an Deinen Ziele immer wieder bewusst auszurichten. Und das in der richtigen Reihenfolge. Jede in Angriff genommene Aufgabe treibt den Erfolgsmotor wie ein Rotorblatt an.

Die 7 Unternehmeraufgaben erkläre ich Dir in diesem Video

Erfolg für Dich und für Dein Unternehmen beginnt im Kopf – das ist keine Esoterik!

Unternehmeraufgabe 1: Unternehmerpersönlichkeit & Mindset

Alles beginnt mit Dir. Mit Deiner persönlichen Entwicklung als Unternehmer. Der Erfolg für Dich und für Dein Unternehmen beginnt im Kopf – das ist keine Floskel und auch keine Esoterik. Stell’ Dir vor, Du bist der Kopf des gesamten Unternehmens. Tagtäglich leistest Du Hochleistungssport, indem Du Dein Unternehmen führst. Die Vergegenwärtigung dieser Verantwortung soll nicht Dein ohnehin hohes Stresslevel weiter ausreizen. Ganz im Gegenteil: Ich möchte Dir klarmachen, dass Unternehmer, die Großes leisten oder leisten möchten, auch an ihrer Persönlichkeit und ihrer Einstellung – heute sagen wir Mindset – arbeiten müssen.
Die Klassiker sind Stressmanagement, Selbstmanagement, Charisma oder Selbstbewusstsein, welche Du Dir anschauen und entwickeln darfst. Kommen Krisen, benötigst Du einen kühlen Kopf. Lerne, eine Krise als Chance wahrzunehmen. Das liest sich so leicht. Den Switch zwischen Bedrohung und Chance jedoch verinnerlichen und danach vor der eigenen Mannschaft auch handeln – das kannst Du lernen. Aus diesem unternehmerisch gestärkten Mindset wirst Du als Folge Dein Verhalten und Dein Handeln ableiten. Jeder erfolgreiche Mensch kann seine Gedanken und Gefühle in kurzer Zeit in die positive Richtung lenken. Diese Methoden und Techniken bringe ich Dir beispielsweise in meinen Coachings bei. Ja, und dann wäre da noch das Charisma. Hat man oder hätte man gern? Auch Ausstrahlung ist Sache Deines Mindsets und somit erlernbar. 

„Eine Strategie beschreibt das Feld , indem ein Unternehmen einzigartig sein möchte.“

Michael Porter

Unternehmeraufgabe 2: Vision & Strategie

Was ist Deine Vision? Was ist Deine Strategie? Wenn Du gerade gegründet hast und Du Dir sagst: „Ich möchte überleben, jeden Tag auf’s Neue.“ dann ist das nicht nur völlig in Ordnung. Ja, es kann sogar inspirierend sein. Denn Not macht erfinderisch und Du suchst Wege in den Markt. Wege, um liquide zu bleiben. Sobald mehr Aufträge reinkommen und Du Freiräume gewinnst, solltest Du Deine „Survival-Strategie“ allerdings an den Nagel hängen. Sie würde Dich nur behindern. Zu kurzfristig ist der Ansatz. Du darfst umdenken.

Hier sind einige Fragen, die Du Dir und Deinem Team stellen kannst zur Ausarbeitung einer neuen Vision und neuer Strategien. Sie sollen Dich durch die Phase des Aufschwungs führen.

  • Wer sind wir?
  • Was sollen wir tun?
  • Wem dienen wir?
  • Wohin gehen wir?
  • Wie sollten wir uns auf dem Weg dorthin verhalten?

Natürlich fließt Deine bisherige Erfahrung in die Rekapitulation ein. Überlege Dir, welche erfolgreichen bisherigen Strategien auch bei einer Skalierung weiterhin Punkte einzahlen werden. Und welche eben ausgedient haben. Für die Ausarbeitung eines neuen Unternehmensleitfadens für die Aufschwungsphase, stelle Dir auch diese Fragen:

  • Welche Ziele müssen wir in dem gegebenen Raum erreichen, um unseren Auftrag zu erfüllen?
  • Welche wichtigen Projekte müssen abgeschlossen werden und bis wann müssen sie abgeschlossen sein?
  • Welche Ressourcen, Fähigkeiten und Vermögenswerte müssen wir erwerben?

Führung kann jeder Unternehmer erlernen – wenn Du es willst!

Unternehmeraufgabe 3: Team & Führung

Menschen und ihre Rollen auf den Prüfstand stellen, ist – wie Du an Dir selbst im Teil Unternehmer-Rollen bereits festgestellt hast – eine herausfordernde und teilweise schmerzvolle Aufgabe. Und dennoch ist sie anzugehen. Ich begleite immer wieder Unternehmer, die sich von Mitgliedern aus dem Gründungsteam verabschieden müssen. Und dann sage ich ihnen: „Als Unternehmer stehst Du in der Verantwortung gegenüber Deinen Mitarbeitenden, die richtigen Personalentscheidungen zu treffen. Und das kann auch bedeuten, Dich von treuen Wegbegleitern zu trennen.“. Prüfe genau, mit wem Du in die Zukunft gehen kannst und wer auf dieser Wegstrecke zurückbleiben wird. 

Diese Fragen werden Dir helfen:

  • Haben wir alle Hilfe, die wir brauchen oder fehlen uns Rollen?
  • Wer ist wofür verantwortlich? Kennt jeder seine Verantwortung?
  • Wer darf anderen Menschen sagen, was sie zu tun haben?
  • Wie gehen wir mit Konflikten um?
  • Wie können wir jemanden einstellen, ausbilden und gegebenenfalls aus dem Team ausschließen?

„Die einzige Möglichkeit, Menschen zu motivieren, ist die Kommunikation.“

Lee Iacocca

Unternehmeraufgabe 4: Kommunikation & Message

Am Anfang ist es einfach: Das Team ist klein genug. Du trommelst alle zusammen und gibst Deine Informationen in die Runde. Ein kurzes Brainstorming – machst Du direkt am Flipchart oder Whiteboard – und alle fühlen sich involviert und abgeholt. Wenn es länger dauert, dann bestellt Ihr beim Italiener um die Ecke und besprecht alles bei einem Essen. Einfach ist es deshalb, weil es eine Person gibt, welche die Ansagen macht: das bist Du. Und weil die Mitarbeiter noch alle in einen Raum passen. Damit fährst Du gut bis zu einer Teamgröße von etwa 25. Doch bei mehr Zuwachs kollabiert der direkte Kommunikationskanal. Schau Dir Deine Kommunikation genau an. Seid Ihr so aufgestellt, dass Informationen sowohl in beide Richtungen als auch schnell und flexibel an alle kommuniziert werden können? Finde kommunikative Einbahnstraßen, überstrapazierte Kommunikationshighways und die Kommunikationsinseln, die redundant sind und gestrichen werden können. Oberste Priorität für Dich als Next Level Unternehmer: Finde heraus, wie Du Kommunikation auf ein wachsendes Unternehmen skalieren kannst.

  • Was ist im Moment am wichtigsten? Arbeitet jeder im Team nach diesen Prioritäten?
  • Weiß das Team, wo wir als Unternehmen gerade stehen? Sind die Ziele bekannt und auch der aktuelle Fortschritt?
  • Welche Meetings führen wir durch und wie halten wir sie ab?
  • Wie nutzen wir Tools wie E-Mail, Slack, Telefon, Video-Konferenzen?

„Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.“

Unternehmeraufgabe 5: Systeme & Prozesse

Sagt der Chef zu seinem Mitarbeiter: „Es ist mir egal, wie Sie es machen. Machen Sie es einfach!“ Kommen Dir diese Sätze bekannt vor? Das ist keine Seltenheit. Nur wenn Du das immer noch sagst, nachdem Dein Unternehmen die erste Aufschwung-Phase durchlaufen hat, kann das ein starker Indikator für Stagnation sein. Macher kümmern sich nicht gern um Systeme und Prozesse. Sie wollen Aufträge abarbeiten. Leider genügt das nicht, um längerfristig im Wind zu segeln und das Next Level zu erreichen. Um zu skalieren brauchst Du gute Systeme. 

Mit diesen Fragen kannst Du Deine Systeme auf ihre Skalierbarkeit prüfen:

  • Wie können wir unsere Leistung und Effizienz verbessern?
  • Was sind die kritischen Prozesse und die bewährten Verfahren unseres Unternehmens?
  • Wie erschaffen wir eine Kultur der Dokumentation und internen Ausbildung?
  • Können unsere wichtigsten Software und Dienstprogramme mit uns auf das nächste Level skalieren?

„Die Relevanz von Geld und Cashflow wird leider bei vielen Unternehmern unterschätzt.“

Unternehmeraufgabe 6: Geld & Cashflow

Hier habe ich gleich einmal wieder einige Klassiker von Unternehmern: „Buchhaltung ist langweilig. Ich möchte lieber Geld verdienen als es zu zählen.“ oder „Solange wie wir genug Umsatz machen, wird am Ende des Monats genug Geld in die Kasse fließen.“ Gern wird auch die Relevanz von Geld und Cashflow bei kleineren Geschäften unterschätzt. Aber ohne Geld, Cash, Moneten läuft nun mal leider nichts. Und eine „Wird-schon-klappen-Mentalität“ ist gerade nicht geeignet, wenn Du skalieren möchtest. Dein Risiko ist enorm hoch. Wie sieht also Dein Cashflow-Management aus? Auch hier habe ich wieder einige Fragen, die Dir Hilfestellung für eine Bestandsaufnahme geben:

  • Wenn durch ein Ereignis unser Umsatz um 50 % zurückginge: Wie lange könnten wir dann noch im Geschäft bleiben?
  • Haben wir mindestens 90 Tage der Betriebsausgaben in Ersparnissen und weitere 90 Tage in Kreditlinien zur Verfügung?
  • Wie entscheiden wir, wie viel wir in Kundenakquise, Gehaltszahlungen, Miete und andere wichtige Ausgaben investieren?
  • Wie verteilen wir Gewinne? Wieviel davon sollten wir als Reserve zurückhalten?
  • Wann ist es sinnvoll, einen Vermögenswert oder einen Konkurrenten zu erwerben?

„Umsetzen heißt nicht Probieren, sondern Tun!“

Unternehmeraufgabe 7: Umsetzung & Produktivität

Liegen Strategien aus Workshops, Brainstormings oder aus eingekauften Unternehmensberatungsleistungen in der Schublade und werden nicht in eine Umsetzung überführt, kommst Du nicht auf das nächste Level mit Deinem Unternehmen. Das weißt Du auch. Ambitioniert anfangen und dann beim ersten Gegenwind die Segel wieder streichen bedeutet aber eben auch: Du kommst nicht weiter. Auf das „Was“ und „Wie“ muss die Umsetzung folgen. Und zwar in allen sechs Aufgabenfeldern in der richtigen Reihenfolge.

Gern biete ich Dir an, Dich auf diesem kontinuierlichen Pfad als Coach zu begleiten. Von der allgemeinen Vorgehensweise bis zu Deinem persönlichen Weg zum Next Level Unternehmer für Dein wachsendes Unternehmen, genügen manchmal kurze Impulse, manchmal ist ein längeres 1:1-Format besser.

Doch alles beginnt mit Dir. Alles basiert auf Deiner Entscheidung, neues Wachstum in Dein Unternehmen hineinzubringen, an welchem Du Dich nicht über Deine Kräfte hinaus verausgabst. Das geht, wenn Du Dein Unternehmen kennst und die richtigen Stellschrauben bei den Unternehmeraufgaben drehst.

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