Hey, schon bemerkt, dass es jetzt IBAN gibt?

Neulich saß ich am Schreibtisch und wollte eine Rechnung überweisen. Ich öffnete mein Onlinebanking klickte auf Überweisung. Als ich dann auf der Rechnung die IBAN (International Banking Account Number) suchte, musste ich feststellen: Da war gar keine drauf! Hoppla dachte ich, habe ich da was übersehen, die ist doch seit dem 1. Februar 2016 Pflicht bei Überweisungen. Einige Selbstständige, Freiberufler und Unternehmer scheinen das noch nicht gemerkt zu haben.
Obwohl es diese Information ja schon seit einiger Zeit gibt und die Unternehmer sich ganze 2 Jahre darauf vorbereiten konnten!

Also musste ICH im Internet den IBAN Rechner aufrufen, die Daten eingeben und dann erst konnte ich die IBAN in meinem Onlineformular eintragen.

KUNDENSERVICE sieht in meiner Welt anders aus!

Bei jeder Überweisung erstmal selbst die IBAN zu berechnen ist einfach super umständlich und zwar für den Kunden!

Ich habe keine Ahnung warum hier die Unternehmer die notwendigen Anpassungen nicht gemacht haben. Unwissen kann bei zwei Jahren Vorlaufzeit wohl nicht der Grund sein, zumindest kein guter. Wenn sie sich nicht damit beschäftigen wollten dann sind sie schlicht und einfach als Unternehmer an der falschen Stelle oder haben es versäumt jemanden damit zu beauftragen!
Und falls sie einfach sparen wollten, dann hier die klare Nachricht: „Das ist definitiv die falsche Stelle um zu sparen!“ Umweltschutz hin oder her. Es ist professionell die „alten“ Drucksachen zu entsorgen und neues Briefpapier drucken zu lassen.

die „kundenfreundliche“ IBAN Formatierung.

Ach ja, und dann noch zum Thema Formatierung der IBAN- Nummer. Vielleicht ist es Dir auch schon so gegangen. Du hast dann endlich eine Rechnung mit IBAN-Nummer und dann besteht diese nur aus einer langen Aneinanderreihung von Zahlen. Dann muss man sich schon sehr konzentrieren, um die ganzen Nullen hintereinander in der richtigen Anzahl einzugeben. Fehlt eine, oder es ist eine zu viel drin, dann geht die Überweisung nämlich wieder zurück und Du willst doch sicher Deine Zahlungen pünktlich erhalten.
Daher achte auf die richtige Formatierung in Deinen Drucksachen!

Die Länge der IBAN (International Banking Account Number) ist für Deutschland auf 22 Stellen festgelegt. Der 2-stellige alphabetischen Ländercode wird gefolgt von einer 2-stelligen numerischen Prüfzahl, dann die 8-stellige Bankleitzahl und die konstant 10-stellige Bankkontonummer, gegebenenfalls mit vorangestellten Nullen.
Die Gliederung in Drucksachen erfolgt von links in Viererschritten. Beim Ausfüllen von Formularen, z. B. bei einer Online-Überweisung wird der IBAN Schreibweise nicht gegliedert!

So sieht die „richtige“, oder sollte ich lieber sagen „kundenfreundliche“ Schreibweise aus:

DEXX XXXX XXXX XXXX XXXX XX

Auch, wenn Die IBAN bei Überweisungen ohne Leerstellen geschrieben wird, ist das auf Deinem Briefpapier die richtige Schreibweise. So kann der Kunde sie auch fehlerfrei eintippen!

Ach ja, und die BIC bitte auch mit hinzufügen, auch wenn die BIC bei Inlands – Überweisungen nicht erforderlich ist. Manche Onlinebanking-Programme verlangen sie trotzdem und sicher planst Du doch auch Kunden aus dem Ausland zu haben 🙂

Also:

  • Schau Dir Deine Kontoverbindung auf Deinem Briefpapier an.
  • Wenn noch keine IBAN drauf ist, dann entsorge das „alte“ Briefpapier, nutze es für Notizen oder schenk es dem Kindergarten und lass Dir neues Briefpapier drucken.
  • Wenn die IBAN nicht kundenfreundlich geschrieben ist – dann entsorge das Briefpapier ebenfalls und lass Dir neues Briefpapier drucken.

Es ist für Deine Kunden! Es kostet wirklich nicht die Welt und Deine Kunden sind zufrieden und fluchen nicht jedes Mal, wenn sie eine Rechnung von Dir überweisen möchten!